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„Wer, wann, wie und wo?“, Fragen der Älteren zu Impfterminen

„Wer, wann, wie und wo?“, Fragen der Älteren zu Impfterminen

Über Antworten zu diesen wichtigen Fragen werden aktuell nicht nur die Betroffenen der Altersgruppe über 80, sondern auch betreuende Angehörige weitgehend im Unklaren gelassen.

„Wir dürfen unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger mit den Schwierigkeiten beim Anmelden eines Impftermins nicht allein lassen“, mahnt der Landesvorsitzende der Senioren-Union Sachsen, Klaus Leroff.

„Viele dieser oft alleinlebenden Menschen können sich nicht selbst im Internet um einen Termin kümmern oder scheitern an technischen Schwierigkeiten und warten auf telefonische Anmeldemöglichkeiten.“ Zudem sei nicht jeder Abonnent einer Tageszeitung.

Vorbildlich seien z.B. Länder wie NRW, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Bayern, die den betreffenden Personenkreis persönlich anschreiben und wenigstens über die Anmeldemodalitäten aufklären.

Jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis kennt die Altersstruktur seiner Bewohner, da muss eine solche Information an eine bestimmte Zielgruppe einfach möglich sein. „Bei Wahlen erhält doch auch jeder Bürger eine Wahlbenachrichtigung, wann er wo wählen kann. Und das soll bei Corona nicht gehen?“, fragt Leroff und kritisiert das „totale Durcheinander“ mancherorts.

„Es wäre ein Armutszeugnis, sollte es noch so weit kommen, dass wir als Senioren-Union als ‚Selbsthilfegruppe‘ in Sachsen Unterstützung anbieten müssen, weil weder das Sozialministerium, noch Kommune, noch Kassenärztliche Vereinigung praktikable Hilfsangebote machen.“

Die Polizei warne bereits vor falschen telefonischen Angeboten zu Hausbesuchen und angeblichen Impfterminen. Dies zeige, wie kriminelle Elemente sofort versuchen, die entstandene Unsicherheit auszunutzen, um Zugang zu Wohnungen von Senioren zu erlangen.